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Jim Jum – Thai Hot Pot mal anders

Jim Jum – Thai Hot Pot mal anders

Jim Jum ist bei vielen Reisenden in Thailand noch relativ unbekannt. Es ist im Endeffekt die Moo Kata Version des Isaan, der nordöstlichen Region von Thailand. Ursprünglich soll es sogar aus Laos und Kambodscha stammen und ähnelt Shabu Shabu, dem japanischen Hot Pot.

Jim Jum – Isaan Thai Hot Pot (จิ้มจุ่ม)

Jim Jum ist kein schnelles Essen für Zwischendurch, sondern wird oft als etwas Besonderes angesehen, was viele Thais zusammen mit Freunden oder Familie genießen. Dabei muss es nicht unbedingt ins Restaurant gehen, sondern auch zu Hause kannst du Jim Jum mit den richtigen Zutaten einfach nachmachen.

Feuer unter dem Tontopf beim Jim Jum

Der Jim Jum Tontopf in den Restaurants

Was ist Jim Jum?

Was ist Jim Jum eigentlich? Wie eingangs erwähnt, die Isaan Variante des Thai Hot Pot. Jedoch wird hier das Fleisch nicht wie beim Moo Kata gegrillt, sondern in kochend heißem Wasser gegart. Jim Jum (manchmal übrigens auch Chim Chum geschrieben, ausgesprochen etwa „Dschim Dschum“) lässt sich mit den Wörtern „eintauchen, eintunken“ übersetzen, was die Art, wie es gegessen wird sehr gut beschreibt.

Der Tontopf beim Jim Jum wird zunächst mit einer heißen Brühe gefüllt und mit einigen Kräutern wie Galgant, süßem Basilikum, frischer Minze, Zitronengras und Kaffir-Limettenblättern angereichert. Danach kocht es ein bisschen über offener Flamme (zumindest in Restaurants), bis die Brühe richtig kochend heiß ist.

Gemüse in der Brühe beim Jim Jum

Als nächstes kannst du eigentlich so gut wie alles, was du möchtest, beim Jim Jum zubereiten. Das Fleisch ist oft mit Austern- und Sojasauce mariniert, genauso wie das Seafood. Dabei kannst du alles eintauchen: Shrimps, Tintenfisch, Schwein, Hühnchen oder Rind. Es gibt eigentlich nichts, was du nicht verwenden könntest.

Jim Jum Zutaten im Restaurant

Zutaten beim Jim Jum im Restaurant

Nun geht der Spaß los und du kannst dein Fleisch, Gemüse oder auch Eier in der Brühe kochen und dann gleich essen. Das Fleisch legst du entweder für kurze Zeit in die heiße Brühe oder tauchst es mit Stäbchen ein paar mal ein, bis es gar ist. Auch Glasnudeln oder andere Beilagen lassen sich in der Brühe kochen.

Neben den Zutaten für Jim Jum gibt es noch eine Sauce, Nam Chim genannt. Sie wird mit Knoblauchzehen, Koriander, Chilis, Fischsauce, frischem Limettensaft, Palmzucker und Frühlingszwiebeln vorbereitet. Sehr lecker, aber in manchen Restaurants kann die Sauce auch eine leicht bittere Note haben.

Übrigens: Jim Jum kannst du auch zu Hause machen, die Zutaten gibt es in Deutschland in den meisten asiatischen Läden und auch in Thailand im Isaan wird es gerne zu Hause gegessen. Dafür wird dann manchmal kein Tontopf, sondern eine Art elektrischer Wok verwendet. Der Rest der Zubereitung und auch der Geschmack bleiben aber gleich.

Zutaten beim Jim Jum zu Hause

Jim Jum zu Hause

Wo kann ich Jim Jum essen und was kostet es?

Im Isaan findest du natürlich viele Restaurants, die Jim Jum, was im Isaan auch Jaeo Horn genannt wird, aber auch im Rest von Thailand gibt es einige Shops. Oft sind es dieselben Shops, die auch das Isaan Food anbieten.

Besonders in Bangkok gibt es eine Menge, aber auch in anderen Städten wie Chiang Mai oder auf Inseln wie Koh Samui, Koh Phangan, Phuket wirst du einige Läden finden, die Jim Jum anbieten. Oft sind vor dem Shop Plakate mit dem Tontopf abgebildet.

Im Gegensatz zum Moo Kata ist es jedoch kein All You Can Eat Buffet, sondern es gibt Sets in bestimmten Preisklassen, je nach Größe oder Auswahl (mit oder ohne Seafood). Preise starten meist bei ca. 150 Baht, aber können auch für ein Set 200 Baht oder mehr betragen.

Zutaten beim Jim Jum zu Hause

Jim Jum Brühe mit Gemüse zu Hause

Hast du schon mal von Jim Jum gehört oder es sogar schon probiert? Wenn ja, wie hat es dir geschmeckt? Wäre es für dich eine Alternative zum Moo Kata? Wir freuen uns auf deine Meinung in den Kommentaren.

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Hi, ich bin Tobi (31), Freelancer im Bereich Übersetzungen und Texten, aber vor allem leidenschaftlicher Reiseblogger. Am liebsten bin ich in Südostasien unterwegs und arbeite von den verschiedensten Orten online. Wenn du wissen willst, was ich gerade mache oder wo ich bin, dann folge mir am besten auf Twitter, Instagram oder schaue bei Facebook vorbei.

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